Programm

Tre Abissi

Ensemble

Acht Künstler*innen aus Nullsechsneun

Datum

27.05.2022

Zeit

21:30 Uhr

Tickets

n/v
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Freitag 27.05.2022

  • 21.30 Uhr | Bahnbetriebswerk, Tuttlingen
    Tre Abissi Acht Künstler*innen aus Nullsechsneun, HfMdK Frankfurt

Programm

TRE ABISSI

INFERNO – PURGATORIO – PARADISO

INFERNO

Nathaniel Giles (1558 – 1633 oder 1634)

Miserere

anonym

zugeschrieben Thomas Preston (? – ca. 1563 (nach 1559)

Uppon La Mi Re

Anthony Leigh Dunstan
TIC (2012)
für Kontrabassflöte und Tape

PURGATORIO

Max-Lukas Hundelshausen (*1991)

TRE ABISSI (2020/2021)

Meditazioni sull’Inferno di Dante per flauto a becco contrabasso amplificato ed elettronica

I: Dentro

II: Spirali

III: Miraggio

Roderik de Man (*1941)

Marionette (2007)

für Sopranino-, Tenor- und Kontrabassblockflöte,

Soundtrack, Live-Elektronik und Video

PARADISO

Emanuele Casale (*1974)

Studio 2a (2000)

für Peatzold-Basset und Tape

TRE ABISSI – Inferno, Purgatorio, Paradiso entstand als Abschlusskonzert der Blockflötistin Caroline Rohde an der HfMDK Frankfurt am Main. Der Abend setzt sich mit Dantes Alighieris Divina Commedia auseinander und versucht, die Reiche der Hölle, des Fegefeuers und des Himmels sinnlich erfahrbar zu machen. Dabei ist der interdisziplinäre Abend zunächst ein Konzert, indem die Blockflöte mit Musik des 16. und 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt steht. Doch das Geschehen ist nicht statisch, die Musikerin ist auf einem Weg, der sich mit anderen Disziplinen kreuzt. Sie wird abschnittweise von Tanz und Musik begleitet, während eine Steuerung von außen ihre Reise immer weiter treiben möchte.

TRE ABISSI verzichtet auf eine konkrete Interpretation der Commedia, assoziiert frei zu den von Dante geschilderten Reichen und möchte vor Allem mit einer gängigen Konzertpraxis brechen. Welche Rolle spielt die Solistin im Ensemble? Wer steht im Vordergrund, Musik oder Musizierende, Körper oder Text, Auge oder Ohr? Was ist eigentlich darstellbar, und was entsteht nur im eigenen Kopf? Musik, Tanz, Elektronik, Licht und Video werden durch Textfragmente ergänzt und verschnitten zu einem düsteren Abend zwischen Konzert, Performance und Installation. Das Publikum ist eingeladen, selbstständig zu entscheiden, wo es stehen möchte, darf mitdenken, fantasieren, fühlen, hören oder vor Allem: rätseln.

Mitwirkende

  • Caroline Rohde – Blockflöten und Konzept
  • Sina Bayer – Blockflöten
  • Anne Clement – Blockflöten
  • Alicia Bischoff – Schuspiel/Tanz
  • Tadas Almantas – Tanz
  • Alexander Reiff – Klangregie
  • Jonas Weber – Sprecher und szenische Einrichtung

Das interdisziplinäre Kollektiv 7K069 fand sich im Zuge der Beschäftigung mit Dantes commedia divina an der HfMDK Frankfurt zusammen und besteht aus den sieben Künstler*innen Caroline Rohde (Blockflöte/Konzept), Jonas Weber (Regie/Sprecher), Sina Bayer (Blockflöte), Anne Clement (Blockflöte), Alicia Bischoff (Schauspiel/Tanz), Tadas Almantas (Tanz) und Alexander Reiff (Klangregie).

Ihre Arbeit ist geprägt vom Willen, Disziplinen nicht nur zusammen zu bringen, sondern zu untersuchen, wo sie ineinanderfließen können: alle sind ein sichtbarer Teil des Geschehens, arbeiten mit Stimme, Bewegung und Text. Die jeweilige szenische Beteiligung wird nicht von Berufsbildern definiert, sondern vom eigenen Interesse. Musikalisch arbeiten sie mit der Alten und der zeitgenössischen Musik, um die herum sie sich mit Aspekten der historischen wie modernen Aufführungspraxis befassen – jeweils aus ihrer eigenen Perspektive in Musik, Sprechtheater und Tanz.